Vergaserzug erneuern

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Da es immer wieder einmal vorkommt, dass ein Bowdenzug reisst, und viele daher die Werkstatt aufsuchen müssen, will ich mich dem Thema einmal widmen.Ich habe Bilder von meiner 440er gemacht, einige Bilder sind von einem Mopedvergaser, sie sollen nur sinnbildlich sein, ich habe keinen VM24 oder VM28, der an der Enfield verbaut ist. Da aber die Schiebervergaser fast alle nach dem selben Bauprinzip aufgebaut sind, habe ich das genommen, was ich hatte. Also nicht wundern, wenn ihrgendwo Bing drauf steht und das Teil nicht so ausschaut, wie bei Euch. Siehe auch unter Vergaser, da sind Explosionszeichnungen von den Dingern. An sich sollte man immer einen Innenzug für den Gaszug mitführen, dieser Wechsel lässt sich notfalls auch am Strassenrand ausführen.

Nun zur Sache: Als erstes schrauben wir den Deckel vom Gasgriff ab und entfernen die Steckhülse vom Zug unter dem Gasgriff. Jetzt ist die Sache schon ziemlich locker, und der Zug ist entspannt. Oben im Griff ist eine kleine Schraubklemme, die lösen wir, aber Vorsicht, das Teil verschwindet gerne auf Nimmerwiedersehen in der Wallachei. Das Teil wird gut weggelegt ...am besten eine heile Hosentasche ausräumen und da reinstecken. Der Gaszug wird jetzt aus dem Griff gezogen. Anschliessend wird der Vergaser oben geöffnet und alles rausgezogen. Achtung, jetzt genau die Reihenfolge der Teile merken und den Zug aushängen. Dabei legt man sich das Teil in die Hand, und wenn man beim Aushängen Glück hat, ist auch noch alles drin. Wer geschickt ist, fädelt jetzt den neuen Zug gleich ein. Den Zug durch das eine Loch durchstecken und ins andere ziehen. Ist das erledigt, kann man den Schieber und den Rest wieder in den Vergaser stecken. Auch hier wieder Achtung!!! Der Schieber hat im allgemeinen eine Einkerbung, in der gleitet ein kleiner Stift im Vergaser; das muss exakt und leicht ineinander gleiten, sonst hat man säter Probleme. Ist der Deckel wieder drauf, einige Male testen, ob der Schieber leicht schliesst und nicht hackelt <Das ist ganz wichtig>. Dann kann man den Innenzug in die Hülle stecken und durchziehen. Oben fädelt man den Zug wieder durch den Gasgriff und setzt das Distanzstück wieder ein. Dann setzt man die Klemmschraube oder die Verschraubung wieder auf. Noch einmal das Durchziehen der Innenseele testen, ob alles richtig sitzt. Den Gasgriff in die richtige Position drücken, und die Verschraubung seitlich neben dem Griff in Position drücken und festsschrauben. Den überstehenden Draht kneifen wir einfach ab, spätestens jetzt merkt Ihr, dass das Gurkenwerkzeug aus der Baumarkt Grabbelkiste nix taugt :-). Das ganze noch Einfädeln und den Griff zusammenbauen. Noch einmal testen, ob der Vergaser einwandfrei auf und zugeht, dabei mit der Einstellschraube am Griff (falls vorhanden) oder am Vergaser das Spiel einstellen ....Fertig .

Ich hänge die Bilder einfach hier hinten dran, damit man wenigstens in etwa weiss, was einen erwartet ....

hier sieht man den geöffneten Gasgriff
der Gasschieber hier von einem kleinen Bing-Vergaser
da sieht man den eingehängten Gaszug, einfach mal reinschauen und nachmessen, wie gross die Verdickung am Zug ist, ist meistens nichts anderes, als ein Mopedgaszug, den gibt es in jedem Mopedladen
so etwa könnte auch der zerlegte Vergaser der Enfield aussehen ...die Reihenfolge der Teile ist genau einzuhalten !!
die Einstellschraube dreht man ein wenig raus. Falls man oben im Griff zu eng gearbeitet hat, kann man noch ein wenig nachgeben .
bei der 440er gibt es keinen Vergaser, nur einen Regler, in den der Zug eingehängt wird ...einfach den Zug durch das Loch ziehen und den Rest wie bei der Benziner, das Teil im Vergaser entfällt dann logischerweise:-)
















Falls ich einmal Gelegenheit habe, das bei einer Hatz, Taurus oder Centaurus abzulichten, werde ich hier noch Fotos anhängen ... Gruss Sascha

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