Saschas 440er Gespann
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.Irgendwann am Anfang, als ich meine Enfield erhielt, überkam mich auch der Wunsch nach einem Stützrad, damit man besoffen nicht mehr so leicht umfallen kann :-.Nee, aber mal im Ernst, so ein Ding ist praktisch, man kann noch jemanden mitnehmen oder einmmal ein bisschen mehr einkaufen; eine Ausfahrt am Sonntag mit Weib und Kind ist auch ganz lustig. Außerdem fand ich es schon interessant, so ein drittes Rad zu haben. Als erstes sollte man sich Gedanken machen, was man will und was es für Möglichkeiten gibt. Ich hatte so meine eigenen Gedanken, und was ich mir einmal in den Kopf gesetzt habe ... na ja anderes Thema. So kann man im Netzt immer wieder einaml diese Kisten sehen. Iwan hat auch Boote in Blech, die den Klassikern von Steib recht nahe kommen, schaut einfach selber einmal nach, was daso angeboten wird. Dann gibt es noch den berüchtigten Velorex 562, ist nicht sonderlich toll, aber der Rahmen ist sehr flexibel und vielfach verbessert worden, außerdem ist er sehr leicht und stabil. Man kann ja kreativen Willen zeigen und etwas anderes draufsatteln :-)
Dann gibt es noch eine Reihe anderer, mehr oder weniger brauchbarer, Rahmen oder Unterbauten. Vor Russenrahmen sollte man Abstand nehmen, zu schwer und zu schlecht verarbeitet (will noch jemand einen haben, bei mir liegt einer rum, ungebraucht) Das Boot, das kann man halten wie ein Dachdecker und fast alles draufhängen was man will, vom Treibstofftank von einem Kampfflugzeug bis zur Dachgepäckbox ist alles schon gesehen worden , es dürfen nur keine scharfen Kanten dran sein, die unschuldigen Fußgängern die Füssen abschnibbeln oder deren Dackel köpfen Zum Bau selber, wer nicht das nötige Werkzeug und die Fachkenntnis hat, sollte schon mal sparen und zum Gespannbauer gehen und sich da ein Boot an die Ennie schrauben lassen, los geht das, denke ich mal, ab etwa 3500 - 4000 Eeuro. Das ist dann wahrscheinlich ein indischer Beiwagen oder ein gebrauchter Velorex. Nach oben sind fast keine Grenzen gesetzt.
Ich wollte an sich einen Russenbeiwagen an meine Kiste schrauben, habe mir auch einen gezogen, recht günstig und noch nicht im Einsatz gewesen, aber Rost hatte er schon gut angesetzt ....
Da ich aber bald merkte, dass ich keinen Tüvprüfer finden werde, wandte ich mich an den ersten Beiwagenbauer hier in der Gegend, den ich vom Hörensagen kannte und besuchte den mal. Na was soll ich sagen, der schaute mich ziemlich schief an mit meinem Vorhaben, vor allem, als er sich meine Kiste anschaute und merkte, dass die nur einen 11 PS Diesel drin hatte. Er meinte dann, ich sollte mir das mal schnell aus dem Kopf schlagen und mich nach etwas leichtem, besser verarbeitetem umschauen. Er schlug einen Velorex vor, ohne weitere Kommentare, damit war er dann auch durchgefallen bei mir, Plastik kommt mir nicht an die Kiste, Blech und Holz OK, aber kein Plastik...brrrr . Also weiter suchen, und dann kam ich der Sache schon näher. Der Typ hatte zwar auch gleich den Gedanken mit dem velorex, aber er hat es auch begründet und mir das so richtig schmackhaft gemacht. Der Velorex ist dann nur das Untergestell, was drauf kommt, ist erst einmal Nebensache. Also doch ein umgebautes Russenboot drauf :-)schickes Blechle und so.
Zum Anbau selber ist auch einiges möglich und abhängig vom Beiwagenbauer und dem TÜVer. Bei der Enfield soll es auch nicht schwierig sein, einen wahlweisen Eintrag zu bekommen, d.h., man kann sowohl solo als auch mit Stützrad fahren. Schwierig tun sich die TÜVer bei der Enfield anscheinend mit der Beiwagentauglichkeit der Maschine. Es gibt da ein recht aktuelles Buch, in dem steht, dass fast alle Maschinen über 200ccm in den Fünfzigern beiwagentauglich waren ... dazu zählt wohl auch die Enfield, leider bescheinigt einem das der Hersteller nicht und ich habe bisher auch keine Herstellervorschläge für die Anschlusspunkte gefunden. Dazu kommt, dass viele Enfield Maschinen (die Diesel) nachträglich verändert wurden, was dann noch als Schwierigkeit hinzukommt. Allenfalls lassen sich die TÜVer darauf ein, das Ding mit einem Hilfsrahmen drauf doch noch zuzulassen. Das verteuert die Sache aber deutlich, wenn man den Gespannbauer nicht gerade als guten Freund bezeichnet und man richtig für das Ding löhnen muss (da ist meistens nix unter 1000 Euro zu machen). Der Vorteil von so einem Teil ist, dass man die Lasten gleichmäßig in den Rahmen einleiten kann und diesen damit verstärkt, außerdem kann man die Anschlusspunkte sehr variabel setzen. Ich selber habe noch keine Enfield mit einem Hilfsrahmen gesehen oder auch nur etwas davon gehört.
Wer das alles umgehen will, sollte sich ordentlich Bilder von Enies mit Boot suchen und vor allem die Anschlusspunkte ablichten, das packt man sich hübsch ein, Scans von einigen Fahrzeugscheinen wären auch nicht schlecht, und dann sucht man sich einen TÜVer, der noch nach menschlichem Verstand arbeitet und nicht nur fette Schlappen auf untermotorisierten Versagermöhren eintragen kann .
Ich weiss noch nicht, wie es bei mir weitergeht. Im Moment warte ich noch ein wenig ab und bastele so lange an meinem Boot herum. So ab und an stelle ich dann mal das, was weiter geschieht, hier rein, schön wären natürlich Bilder und Fahrzeugschein-Scans, die man mir zuschickt oder es ergänzt einer diesen Beitrag um sein Wissen :-). Sascha

