Royal Enfield WD/CO

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1942 wurde es klar, dass die WD/C mit ihrem SV Motor den Ansprüchen der Despatch Rider nicht entspricht.

Ein OHV-Motor wurde gefordert. Die neue WD/CO ist keine WD/C mit verändertem Motor. Die WD/CO von Grund auf neu konstruiert, nur wenige Teile sind zwischen den Modellen austauschbar. Die Motorengehäuse sind geringgradig verschieden, Kurbelwelle und Timing-Gehäuse sind allerdings identisch. Das Albion Getriebe und die Kupplung sind bei der WD/CO verstärkt. Unter Kontraktnummer 13870 wurden, nachdem die Albionwerke ausgebombt waren, 3000 Modelle mit Burman-Getriebe gebaut. Die hintere Bremstrommel und die Kette sind dicker. Das innere Primärgehäuse und der Kettenschutz sind zur Aufnahme der stärkeren Kette und Kupplung verändert. Der Tank weist für den höheren Motor eine weitere Einbuchtung auf der Unterseite auf. Der Rahmen wurde in drei verschiedenen Ausführungen gebaut. Anfänglich war der vordere Teil identisch zur WD/C, wurde später durch einen Querträger verstärkt. Das Heck ist zur Aufnahme des Hinteren Ständers verändert. Die WD/C hat einen Hauptständer unter dem Motor, die WD/CO dabgegen einen Seitenständer (fieldstand). Die Trapetzgabe war anfangs noch mit der WD/C identisch, spätere Modelle weiden extra Federn auf der Außenseite auf. Schutzbleche gibt es mit und ohne zentrale Rippung. Die viereckige Werkzeugkiste gegenüberliegend zur Batterie war beim Einstellen der Primärkettenspannung im Weg und wurde an der WD/Co nicht mehr verbaut. Die ersten Rahmen haben aber noch die Halterungen dafür auf. Vom WAR DEPARTMEND wurden die Maschinen immer in großer Stückzahl unter einer einheitlichen Kontraktnummer geordert. Die Kontraktnummer findet sich vorne links am Motorgehäuse. Die Motor-Seriennummer findet sich links am Motorgehäuse unter dem Zylinder, diese Nummer entspricht der Rahmen-Seriennummer. Während des Krieges wurden Motoren wahllos ausgetauscht, darüber hinaus wurden noch pro Kontrakt unter der entsprechenden Nummer Austauschmotoren in großer Zahl produziert. Nach dem Krieg wurden in den wiederaufgebauten Motorrädern neue Nummern eingeschlagen. Es ist folglich nahezu ausgeschlossen matching Pairs (Motor-Rahmen) zu finden. Unter verschiedenen Kontrakten (z.B. C11081) wurden etwa 23.000 WD/CO 350 ccm OHV-Motorräder gebaut. Zu diesen Kontrakten gab es dann noch Ersatzmotoren. Ein geringer Teil wurde als WD/CO-B mit Burman Getriebe ausgeliefert.


Kontrakt Rahmen Datum Zensusnummer Typ Anzahl

C11081 1001-6000 3.1942 C4605601-C4610600 1 5000

C12425 6001-11000 1.1944 C5104201-C5109200 2 5000

C13869 1101-14000 1.1943 C4940701-C5109200 1 3000

C13870 14001-17000 8.1942 C4847001-C4850000 1 3000

S14219 17001-19826 1.1944 RAF 1 2826

S1546 19827-24826 11.1944 2 5000

S3357 25038-30037 11.1944 C55209038-C5534037 1 5000


Die Motorräder innerhalb eines Kontrakts sind zueinander identisch mit fortlaufender Seriennummer gebaut worden. Es ergibt sich somit eine gesamt Zahl von 29.037 WD/CO Motorräder, mit nochmals etwa 3000 ersatz Motoren. Alle WD/CO-B sind an die Heimat Verteidigung gegangen, Kontrakt 14219 an die Luftwaffe. Armeefahrzeuge haben eine vorgeschriebene Kennzeichnungspflicht. Seitlich am Tank in einer Schriftgröße von 3,5(in)x2(in) wird ein C und die Seriennummer angebracht. Alle Armeefahrzeuge waren ab Werk grün lackiert, Armaturen, Hebel und Auspuff silberfarben. Die Motorräder wurden bei der Truppe jeweils umgestrichen, ev komplett überstrichen und mit Regimetszeichen versehen. RAF Fahrzeuge waren mit einer anderen Nummer und der Bezeichnung RAF versehen.


Nummern : Rahmennummer -> links am Lenkkopf

Contraktnummer : -> links-vorne am Motorblock

Abnahmestempel : -> Unter der Contraktnummer Krähenfuß+M+Nummer

Motornummer : -> links am Motorblock

(Rahmennummer) -> unter dem Magdyno (Seriennummer-Motor Produktion)

Censusnummer : -> Lackiert am Tank

Getriebenummer -> HHA 001 bis HHZ 999

Rahmen : erster Typ : Identisch zum WD/C , Motoraufnahme des Vorderen Rahmenstange direkt, Tankhalterung vorne geschraubt, hintere Rahmenstange endet oberhalb der Gangschaltung. Zweiter Typ (1944): Motorhalterung an der Vorderen Rahmenrohr mit Platten, Querträger zwischen Rahmenkopf und oberer Rahmenrohr, hinter Rahmenrohr reicht runter bis zum Rahmenheck, Rahmenheck ist entsprechend verändert. Über einen dritten Rahmentyp gibt es Verwirrung, Mischung aus zweitem Rahmen und erstem Rahmenheck unter den selben Teilenummern.

Handgriffe waren anfangs aus Gummi, später aus Baumwollgewebeschlauch 7/8 Zoll x 6 zoll gefertigt mit Randmuffen aus Messing.

Brems und Kupplunghebel, Katmium belegt, sind identisch und miteinander austauschbar.

Magnet und Timinghebel gibt es in zwei verschiedenen Ausführungen, Anfangs mit einer Schraube, später mit zwei Schrauben befestigt, Cadmiumbelegt oder aus Bronze.

Alle WD/CO´s waren mit Gepäckträgern ausgestattet. Der Gepäckträger war bleichzeitig Halterung für den Kotflügel. Seitlich werden dann Packtaschhalterungen angeschraubt.

Tachometer: Ein Smiths Tachometer S433, ohne Beleuchtung und Tageskilometerzähler war an einem Metallbügel über dem Lenker befestigt. Antrieb efolgt über das Vorderrad.

Lampe : Ein LUCAS DU42 mit Blackout Maske sind an der Trapetzgabel befestigt, Anfänglich noch mit Amperemeter, später ohne Amperemeter verschlossener Halterung. Der Lichtschalter hat die Stellungen OFF-T-L-H. (Aus-Rücklicht-Fahrtlicht-Fernlicht). Nachkriegs DU42 haben ein gewölbtes Glas und sind mit dem Lampenring nicht kompatibel zu den orginalen DU42. Das Rücklicht ist ein kleines LUCAS Rücklicht (MT3/WD/MCT1-A) und MT3/WD/MCT1 mit Haltering direkt am Kotflügel befestigt, es gab keinen Nummernschildhalter. Hupe : LUCAS 1235

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