Mengenstellwerk
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[Bearbeiten] Mengenstellwerk allgemein
Praktisch alle Dieselmotoren haben eine Drehzahlregelung, ohne die der Motor entweder stehenbleiben oder sich durch Durchgehen selbst zerstören würde.
Grob betrachtet funktioniert das so: Mit dem Gaszug erzeugt man über eine Feder eine Kraft auf einen Hebel, der die Fördermenge steuert.
Eine Fliehkraftverstellung arbeitet mit zunehmender Drehzahl dagegen an.
Man kann also sagen, daß mit der Stellung des Gasgriffes eine "Wunsch"Drehzahl vorgegeben wird. Liegt die tatsächliche Drehzahl darunter, ist die Fördermenge hoch. Wird die Wunschdrehzahl erreicht, pendelt sich die Fördermenge so ein, daß sie ziemlich konstant bleibt. Liegt die tatsächliche Drehzahl höher, beispielsweise bei Bergabfahrt, wird die Fördermenge u.U. bis auf Null reduziert.
[Bearbeiten] Mengenstellwerk bei Lombardini
Bei den Lombardini wird der Fliehkraftsteller mit einem Zahnrad gegenüber der Nockenwelle von der Kurbelwelle angetrieben.
In einem leicht Glockenförmigen Gehäuse befinden sich Kugeln, die durch die Fliehkraft nach außen gedrückt werden.
Die "Glocke" drückt mit steigender Drehzahl gegen den Hebel und verringert dadurch die Fördermenge.
[Bearbeiten] Eigene Erfahrungen
Bei meiner 325er Greaves Cotton habe ich beobachtet, daß es beim "Aufreißen" des Gasgriffs bei geringer Drehzahl zu heftiger Rauchentwicklung kommt, während es bei Vollgasfahrt nicht qualmt.
Ich schiebe das auf die Ausführung der Regelung, die im wesentlichen Leerlauf und Vollast gut ausregeln kann. Die im Fahrzeugbetrieb häufigen Lastwechsel sind einfach nicht vorgesehen.

