Handabsteller
Aus EnfieldWiki
Der Handabsteller der Hatz
Auf kurz oder lang bekommen einige hatzianische Enfieldfahrer anscheinend Probleme mit dem automatischen Absteller. In dessen Innereien wird elektrisch durch einen kleinen Kolben ein Stift, welcher die Brennstoffzufuhr unterbricht nach Einschalten der Zündung aus seiner Ruheposition gezogen. Tritt nun ein Klemmer durch einen Grat/verschleiss/wasweissich am Kolben oder dessen Zylinder auf bleibt der Stift auf Stellung "geöffnet" und es hilft nur noch abwürgen, welches auf die Dauer weder zur Freude des Eigners noch der Kupplung sein kann.
Aber es gibt Abhilfe aus dem Hatz-Ersatzteileregal. Wer auf den Luxus des Fahrtbeendens mittels Zündschlüssel verzichten kann, dem sei hiermit eine rein mechanische Abstellhilfe ans Herz gelegt.
Der Ein- Ausbau ist denkbar simpel: Befestigt ist der elektronische sowie später auch der mechanische Absteller mit vier kleinen Kreuzschlitzschräubchen. Einfach raus damit und das Elektrogeraffel fällt einem entgegen. Den Mechanischen rein, festschrauben, fertig.
Zur Fahrpraxis: Anfangs - wenn man den Zündschlüsselluxus noch gewohnt ist - kommt einem die Abstellerei da irgendwo unten am Motor sehr ungewohnt, ja, sogar lästig vor. Das legt sich aber. Immerhin kann jetzt nichts mehr kaputt gehen. (Nachtrag: So ich geglaubt - man lese noch Teil 2) Da man aber die linke Hand benötigt ist eine wesentlich höhere Sorgfalt beim Stehenbleiben vonnöten, denn mit eingelegtem Gang und laufendem Motor ist es - in engen Parklücken oder der Garage - nicht sehr ratsam die Kupplung loszulassen....
Oelbrenner
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So, zu dem Thema jetzt mal nach über einem Jahr einen Erfahrungsbericht.
Der mech. Absteller ist so auch nicht der Weisheit letzter Schluss. Ist anscheinend den wechselnden Schwingungsverhältnissen im Moped auf Dauer nicht gewachsen. der erste starb auf der herbstlichen B13-Tour und verwandelte oleides Gefährt in einen Nebelwerfer; Grund: der Klemmring (gut auf dem Bild zu sehen), der innen den Drahtstift für den roten Knopf hällt hatte sich verabschiedet und die Chose konnte einfach nach draussen rutschen.
http://666kb.com/i/awk5lg164k0v0lyhq.jpg
Nummer zwei verabschiedete sich wie Nummer drei hier auf dem Bild, direkt hinter dem Drahtstift ist der Federpinökel abgebrochen, schwingt anscheinend und ermüdet recht schnell.
Der Drahtstift ist nicht zur Spitze durchgehend sondern endet tatsächlich an der Bruchstelle.
Zu merken ist das am Fahrverhalten wie auf einer Benziner mit Zündproblemen, also mit ständigen unregelmässigen Aussetzern, da der noch im Gebuhrtskanal steckende und wohl rumzappelnde Pin die Spritzufuhr behindert - und zwar anders als beim verstopften Dieselfilter, bei dem die Leistung linear zum verminderten Durchfluss sinkt. Lässt sich auch nicht mehr ausstellen, es ist abwürgen angesagt.
Wird normalerweise durch drücken ausgestellt.
Nr.3 hat ca. 200km gehalten, bevor jetzt Nr.4 auch stirbt bin ich`s leid, deshalb wird jetzt wieder gestromert.
Oelbrenner

