Gabelstandrohr

Aus EnfieldWiki

Wechseln zu: Navigation, Suche
Gabelstandrohr einer Bullet
Das Lenkkopflager der Enfield

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Vordergabel

Die Teleskopgabel besteht aus zwei Beinen, jedes mit einem Standrohr aus legiertem Stahl, befestigt in der unteren Gabelbrücke und im oberen Alugußteil(Casquette) der Lampeneinheit.

Auf dem Standrohr läuft das Tauchrohr aus einer starken Alu-Legierung mit einer Aluscheibe am unteren Ende, die die Radachse faßt. Das obere Ende trägt eine Bronzelagerbuchse, darüber wiederum zwei Dichtringe in einer aufgeschraubten Einheit, die die Lagerbuchse sichert. Die Feder wird im unteren Teil des Tauchrohres und im oberen Teil des Standrohres gehalten. Im unteren Teil des Tauchrohres ist ein Ventilsystem, das die hydraulische Dämpfung bewirkt. Das obere Ende des Tauchrohres und das untere Ende des Standrohres sind durch eine Stahlhülse, die an der unteren Gabelbrücke befestigt ist, geschützt

[Bearbeiten] Funktion der Gabel

Der Federweg beträgt 152 mm. Die Dämpfung arbeitet beim Einfedern schwächer und beim Ausfedern stärker. Die Dämpfung verhindert Schwingen und Stempeln des Rades ohne die Funktion der Gabel zu beeinträchtigen. Die Gabel ist mit 180 ccm SAE 30 Öl gefüllt. Dadurch ist sie bis zum unteren Ende der Feder gefüllt, so daß die Dämpferkammer B immer mit Öl gefüllt ist.

Einfedern des Tauchrohres fördert das Öl aus der Dämpferkammer A durch die Ventile in die Dämpferkammer B. Durch diesen Hub steigt der Druck in A an, das Öl strömt durch die acht Ventillöcher im Ventilkörper in Kammer B. Da die Kammer B nicht so viel Öl aufnehmen kann wie Kammer A, weicht das überschüssige Öl durch ein Kreuzloch in die Federkammer und von dort durch die Hohlwelle wieder in die Kammer A.

Beim Ausfedern ist das Öl in Dämpferkammer B gezwungen, durch den verengten Raum zwischen Federstutzen und den Bohrungen der Ventilplatte, die sich zum Teil wegen des nun ansteigenden Druckes in Kammer B geschlossen haben, zu strömen. Ebenso verhindert der Druck in den Kammern metallischen Kontakt beim Durchschlagen der Gabel.

[Bearbeiten] Zerlegen der Gabel

  • Stelle die Maschine auf den Hauptständer, löse den Bremszug und demontiere das Vorderrad und das Schutzblech komplett mit Streben.
  • Löse die zwei Muttern an der Unterseite der Tauchrohre.
  • Stelle ein Ölauffanggefäß unter die Gabeltauchrohre und schiebe den herausstehenden Gewindehohlbolzen mit einem Kunststoffhammer in den Holm (nicht Helm - sakra) hinein und schiebe das Tauchrohr hoch. Das Öl kann austreten.
  • Nun schraube die beiden Sicherungsschrauben an der unteren Gabelbrücke heraus.
  • Nun kann das komplette Gabelbein mit dem Sechskantschlüssel (Bild) herausgedreht werden.
  • Ziehe danach das Tauchrohr vom Standrohr nach unten heraus. Nun kann das Ventilteil mit dem Spezialwerkzeug 'C' SK-1193-Y abgedreht werden.
  • Jetzt drehe die Feder mit dem unteren Federbolzen aus dem unteren Ende des Standrohres heraus.
  • Vom Tauchrohr kann jetzt das Dichtringgehäuse abgeschraubt werden.
  • Die obere Stahllagerbuchse kann nun herausgezogen werden. Markiere die Lage der Lagerbuchsen vor dem Ausbau, damit sie genau in der gleichen Lage wieder montiert werden können!

[Bearbeiten] Die Feder

Die freie Länge der Feder beträgt 520 mm. Wird diese Länge um mehr als 25 mm unterschritten, ist die Feder lahm und muß ersetzt werden.

[Bearbeiten] Wiedermontage der Gabel

  • Bei Montage der Öldichtringe muß sorgfältig gearbeitet werden, daß die Dichtlippen nicht beschädigt werden. Dies wird durch das Nasenstück erreicht, das über das Gewindes des Standrohres gestülpt wird.
  • Der Hohlgewindebolzen in der Tauchrohrunterseite hat einen Passitz. Um ihn zu montieren, schiebe ihn in das Loch soweit es geht und schlage mit einem Holzhammer oder ähnlichen auf die Feder.
  • Treibe den Bolzen durch, bis die Mutter greift und ziehe den Rest mit der Mutter durch.
  • Montiere die Dichtscheibe unter die Mutter und ziehe sie fest

[Bearbeiten] Entfernen der kompletten Gabel

Der Ausbau der kompletten Gabel mit Vorderrad und Schutzblech ist mit folgender Beschreibung möglich:

  • Die Kabel von Lichtschalter und Ampermeter müssen gelöst werden.
  • Löse die Tachowelle vom Tacho.
  • Entferne die zwei Gabelöleinfüllschrauben, lockere die zwei Klemmschrauben der unteren Gabelbrücke und die Innensechskantklemmschraube im Gabelkopf.
  • Nun schraube beide Standrohre gleichmäßig aus dem Gabelkopf.
  • Wenn nun noch die Lagerspielmutter entfernt wird, kann der Gabelkopf nach oben und der Rest nach unten aus dem Steuerkopf gezogen werden. Achte auf die Lagerkugeln

[Bearbeiten] Steuerkopflager

Siehe auch Lenkkopflager

Die Steuerkopflager sind oben und unten identisch. Der Ausbau ist durch vorsichtiges heraushämmern aus dem Steuerkopf möglich.

  • Neue Lagerschalen werden mit einer Handpresse oder einem Holzstück und Hammer eingefügt.
  • In jedem Lager sind 19 Kugeln mit 1/4" Durchmesser. Das Lagerspiel wird nach lösen der Klemmschraube im Kopf und der zwei Klemmschrauben in der unteren Gabelbrücke mit der großen Lagerspieleinstellmutter eingestellt. Sie sollte so fest angezogen werden, daß, wenn das Vorderrad frei in der Luft hängt, die Gabel von der Geradeausstellung durch leichtes Anstoßen nach links oder rechts bis zum Anschlag einschlägt.
  • Das Spiel kann durch Fühlen mit dem Finger am oberen Lager zwischen beiden Lagerschalen erfolgen.
  • Schraube alle drei Klemmschrauben wieder fest.
  • Versichere Dich, daß die Schutzhülsen der Gabel zentrisch sitzen. Sonst reibt das Tauchrohr in der Hülse. Dies geht am Besten mit einer geteilten Buchse, wie in der Zeichnung gezeigt.

[Bearbeiten] Schmierung der Gabel

Die Schmierung der Gabel geschieht durch das Öl, das auch zur Dämpfung verwendet wird.

  • Deswegen ist es wichtig, immer auf den richtigen Ölstand zu achten, ebenso auf guten Verschluß der Einfüllschrauben im Gabelkopf.
  • Der Ölstand kann durch öffnen der Einfüllschrauben und einführen eines Rohres mit 10mm Durchmesser geprüft werden.
  • Am Anschlag liegt die Stange an der Mutter der unteren Federbefestigung an und zeigt den Ölstand über der Mutter.
  • Wird dort kein Öl angezeigt, sollte der Ölstand auf 180 ccm Öl SAE 30 aufgefüllt werden.


[Bearbeiten] Einige Bilder und noch einige hinweise zum zerlegen

Gabelfast komplett zerlegt, die Simmerringe habe ich drin gelassen
Hubkolben der die Feder staucht,im kolben sind bohrungen und aufgelegt als membran wirkende scheiben durch die das oel geprest wird ,dadurch enstet die dämpfung der gabel.
man sieht das die Gabelfedern Serienmässig schon unterschiedlich lang sind

Das schon beschriebene trifft ziemlich genau zu .Aber einige Seltsamkeiten sind doch aufgetreten die ich hier mal beschreibe, außerdem hatte ich kein Spezialwerkzeug. Die Kolbenstange kann man auch mit Hilfe eines Dornes und einiger Hammerschläge lösen, hilfreich ist beim losschrauben wenn man die Kolbenstange ein wenig gegen die Feder reindrückt, man kann die Verschraubung dann mit der Hand rausdrehen, bitte nicht mit einer Zange vermurksen. Als nächstes habe ich die oben in die Casquette eingeschraubten Standrohre gelöst , das geht entweder mit diesen Fußrasten Sechskant oder man sucht sich einen 13er Sechskant stahl bei einer Dreherei, diesen muss man dann mit einer feile ein wenig kleiner machen .Auf den 13er stahl kann man dann eine beliebige knarre oder Schlüssel setzen. An sicht sitzt der stahl recht stramm, sollte er zu locker sitzen einen kleine ecke ranhauen oder einen Schweißpunkt setzen , das das teil nicht in die Gabel fallen kann ! zum Losschrauben selber, die rohre sind ziemlich angeknallt gewesen bei mir, gedreht wird im Uhrzeigersinn von oben gesehen , also ganz gewöhnliches Rechtsgewinde. Zum Entnehmen der Federn aus den Standrohren braucht man ein wenig kraft, meine saßen ziemlich fest . Erst dachte ich es sei eine art schneckengewinde im oberen teil das sie hält, aber sie ist dort nur ein wenig geklemmt. durch den Sechskant oben kann man einen Dorn zum schlagen einführen ,dann seitlich in die Feder stellen und einige Schläge ausführen , sollte das nicht helfen , versuchen die Feder unten ein stück rauszuziehen, dann im Schraubstock einspannen, das Standrohr durch drehen und ziehen davon zu überzeugen doch die Feder rauszurücken. Der zusammenbau ist an sich genau so nur umgekehrt , das Drehstück unten an der Kolbenstange gehört mit der fase nach oben wenn man die verschraubung der kolbenstange angezogen hat, kontroliert man ob sich ein grad gebildet hat oder ihrgend welche scharfen kannten , die werden mit der Feile eingebnet, macht man das nicht kann man beim einführen in das Tauchrohr die Simmerringe beschädigen .

Achtung,bei Gespannen und eventuell bei der Centaurus können Vorspannstücke mit der Feder verbaut sein, dann hält die Feder den Kolben schon in ruhe lage unter Druck, schraubt man das dann unachtsam auf ,kann die Kolbenstatnge zum Geschoss werden!

Persönliche Werkzeuge