Erfahrungbericht 440er Lombardini

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40000 km mit 325 und 60000 Km mit der 440er

zum ersten Mal gehört habe ich von dem "Dieselmotorrad" in der siebten Klasse. Hat mich damals noch nicht wirklich interessiert, da sich um den Zeitpunkt herum herausgestellt hat, dass Mädchen nicht nur doof sind, sondern durchaus interessant sein können. Leider war das Interesse bei Besagter nicht vorhanden, aber das ist eine andere Geschichte. Später, als Lehrling, musste ich das Nachbardorf erreichen. Vom Zug zum Betrieb waren es immerhin 6km, ein Auto unbezahlbar, der Bus notorisch verspätet (und damit der Zug weg); der Führerschein allerdings sponsored by Oma. Damit war der Fall klar. Fahrschulmaschine war eine Suzi GS500E und der Kauf einer solchen naheliegend. Bevor hier zu laut gelacht wird: die Maschine hat ihre Vorzüge. Im zarten Alter von 19 Jahren, wir waren mit der Handballabteilung in der Schweiz, Pässe abhaken, habe ich erfahren dürfen, dass erstens Leistung nicht alles ist (bergab eine Kawa mit 140 PS stehenlassen) und man zweitens die Federung vorne und hinten gleichzeitig durchschlagen lassen kann (bergab, Bodenwelle). Einige beinahe-Unfälle in unbeleuchteten, feuchten Rollsplitt-Tunneln, später und daheim angekommen habe ich dann beschlossen, dass es so nicht weiter gehen kann. Mehr Leistung musste her, verbunden mit moderater Fahrweise und Geländegängigkeit, kurz: R100PD. Irgendwann bin ich dann aber auf den rechten Weg gekommen. Gut, die BMW hat Spaß gemacht und mich doch einige km (so rund 86000) begleitet, aber das Dieselmotorrad hat doch immer wieder in meinem Kopf herumgespukt. '99 ist die Entscheidung gefallen, 2000 war es da, die Enfield Taurus Inlandmaschine (was für Inder gut ist muss für Mitteleuropäer nicht schlecht sein). Ganz zu Anfang hat sich gerne mal die große Mutter der Hinterradschwinge gelöst und der Bolzen in Kurven an meinen Stiefel angelegt. Lieber nicht daran denken, was passiert wäre, hätte ich ihn verloren. Inzwischen sitzt die Mutter dank Loctite bombenfest. Der Kabelbaum ist auch so ein leidiges Thema: dreimal abgebrannt (was stinkt hier denn so nach verbranntem Plastik?) und inzwischen mit 2,5² Kabel komplett ersetzt. Seither ohne Befund. Bei der Gelegenheit gleich den Bremslichtschalter durch original Bosch ersetzt (das war der Auslöser für die Brände) und eine Steckdose gesetzt. So eine Kabelleuchte ist irre praktisch. Wieder ein Nachteil gegenüber der BMW weniger. Tja, dann vor zwei Jahren nach 40000km Exitus des Motors. Pleuel abgerissen. Lombardini war es nicht, Beckedorf dafür sehr entgegenkommend. Neuer (440) Motor zum Einkaufspreis, Stundensätze so, dass er daran wohl nichts verdient hat. Diverse Platten, kleinere Unfälle, hier mal eine Mutter verloren, da mal was gelockert erspar ich Euch. Wisst Ihr selbst. Was soll ich sagen? Der Neue ist irre laut, am Auspuff (kurz) liegt es nicht. Die nächsten drei Projekte sind: Metall-Dieselfilter (kleines), Mann+Hummel Luftfilter (mittleres) und Auspuff nach rechts (großes Projekt). Zusatzaufgabe: neue Elektrik. Die Ergebnisse kann ich posten. Und warum der Aufwand? Metallfilter weil es mir besser gefällt. Mann+Hummel Filter für den Motor, weil es mir besser gefällt und vor allem auch leiser wird (ich weiss: Leis ist Scheiss. Allwrdings klebt mir bei Vollgas ohne Gehörschutz das Trommelfell an der Nasenescheidewand und ich bin schon schwerhörig). Auspuff nach rechts, weil das die Situation an der Kette entspannt und den Hinterradausbau erleichtert. Ausserdem gehört er da hin. (Nein liebe Hatz-Fahrer, spart Euch den Kommentar. Sonst fange ich an, über Euren Krümmer zu lästern, Eure Endgeschwindigkeit zu verspotten und Euren Durchzug zu verachten. Nein liebe "Wir sind doch alle Motorrodfahrer", Heile Welt Poster, das sind wir nicht. Die Lombardini-Treiber sind von den Vorzügen ihrer Maschine überzeugt, genauso wie die Hatz-Scheucher von denen der Hatz. Wenn ich nicht davon überzeugt bin, das "Richtige" zu fahren, muss ich verkaufen. So.) Neue Elektrik, weil ein paar Dinge noch nicht so gelöst sind, wie ich das haben will. Z.B. alle Kreise separat gesichert, + Leiste, beleuchteter Sicherungskasten, Kreise durch eingebautes Voltmeter einzel prüfbar usw.

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