Ausgleichswelle

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Die Ausgleichswelle soll durch die an ihr angebrachen Gewichte die teilweise sehr heftigen Vibrationen reduzieren . Bei Hatz und Lombardini gibt es sie als Option und wird auch meistens mit eingebaut. Während die Hatz462 sich noch leicht schüttelt beim Fahren, ist die Lombardini sehr ruhig und fährt sich fast wie eine Benziner. Ich würde fast behaubten, selbst eine frühe Honda XL500 mit Ausgleichswelle schüttelt mehr, die Honda XL500 müste an sich auch eine der ersten Motoräder gewesen sein, die mit einer Ausgleichswelle bestückt waren.

Wikipedia sagt hierzu:

[Bearbeiten] Massenkräfte

In Folge der Hubbewegung der Kolben und Pleuel sowie infolge des ungleichförmigen Übertragungsverhaltens des Kurbeltriebs treten Massenkräfte auf, die sich in den Motorlagern abstützen und benachbarte Strukturen zu Schwingungen anregen.


Theoretisch treten nicht nur 1. und 2. Ordnung auf, sondern unendlich viele Ordnungen, die jedoch ab der 3. Ordnung aufgrund ihrer geringen Größe meistens vernachlässigbar sind.

[Bearbeiten] Massenausgleich

Die rotierenden Massen des Kurbeltriebs können durch Gegengewichte an der Kurbelwelle ausgeglichen werden. Oszilierende Massenkräfte 1. und 2. Ordnung können bei Mehrzylindermotoren durch eine geschickte Anordnung der Zylinder vermieden oder vermindert werden. Bei Reihenmotoren mit weniger als 6 Zylindern und V-Motoren mit weniger als 8 Zylindern kommen oft Ausgleichswellen zum Einsatz.
Um Massenkräfte 2. Ordnung auszugleichen benötigt man mindestens 6 Zylinder beim Reihenmotor oder 8 Zylinder beim V-Motor, oder Ausgleichswelle|Ausgleichswellen, auf denen entsprechende Ausgleichsunwuchten mit doppelter Kurbelwellen-Drehzahl umlaufen (z.B. Lanchester-Ausgleich).

[Bearbeiten] Drehungleichförmigkeit

Da Hubkolbenmotoren nicht wie z.B. Turbinen kontinuierlich laufen, sondern einen in verschiedene Takte aufgeteilten Kreisprozess durchlaufen, kommt es an der Kurbelwelle zu einer Drehzahl- und Momentenpulsation, die um einen stationären Mittelwert schwankt .

Die Form der Drehunförmigkeit wird bestimmt durch die Geometrie und Massen der Motorbauteile, dem Druckverlauf im Zylinder sowie dem Arbeitsverfahren (Zweitakt- bzw. Viertaktverfahren) sowie dem Betriebspunkt (Last / Drehzahl) des Motors. Der Nebenantrieb der Nockenwelle und der Sekundärantrieb von Nebenaggregaten können ebenfalls einen Einfluss haben.

Diese sog. Drehungleichförmigkeit ist die Ursache für Torsions-Schwingungen im nachgeschalteten Antriebsstrang. Um diese auszugleichen, kommen Zweimassenschwungräder oder Torsionsschwingungs-Tilger bzw. -Dämpfer zum Einsatz.

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